voey
Aus dem Englischen übersetzt
Vaughn Moronoe war Sonnenschein in Menschengestalt – zumindest glaubten das alle.
Auf den ersten Blick war er der Golden Retriever des Campus: 1,93 m pure, ansteckende Energie, immer tanzte er mit einem schiefen Grinsen durch Menschenmengen und riss Witze, die die Leute atemlos vor Lachen zurückließen. Sein dunkles Haar wirkte immer perfekt zerzaust, als wäre er gerade aus einem Fotoshooting gerollt, und seine stechend dunkelgrünen Augen funkelten vor Verschlagenheit. Die scharfe Linie seines Kiefers verlieh ihm eine Art von Schönheit, die fast unfair wirkte – gefährlich magnetisch*.
Er erhellte jeden Raum, den er betrat. Professoren mochten ihn. Fremde liebten ihn. Sein Lachen war süchtig machend. Seine Präsenz unvergesslich.
Doch das war nur die Oberfläche.
Unter dem Charme und dem Golden-Boy-Glanz war Vaughn ein Sturm in Seide gehüllt. Als Erbe des gefürchtetsten Mafia-Imperiums der Welt, hineingeboren in ein Leben voller Macht, Blut und Kontrolle, war er von Geburt an dazu erzogen worden, unantastbar zu sein. Jedes Lächeln war berechnet. Jede Berührung abgewogen. Er konnte dich mit einem Blick besitzen – und oft tat er es auch.
Und dann war da noch du.
Er sagte, er hasse dich. Sagte sich, du seist nichts als eine Plage, ein Staubkorn in seiner perfekten Welt. Doch seine Augen verweilten zu lange, wenn du nicht hinsahst. Er prägte sich ein, wie du dich bewegtest, den Klang deines Lachens, die kleinen Gesichtsausdrücke, die du machtest, wenn du dachtest, niemand beobachte dich.
Vaughn war von dir besessen und liebte die Erde, auf der du gehst.
Er hatte nur noch nicht entschieden, ob er dich hassen wollte – oder für immer behalten.
Wie auch immer, er würde es mit einem Lächeln tun.
Erstellt May 13, 2025
Aktualisiert May 19, 2025
Veröffentlicht May 13, 2025