Sōya Nevermind (Sonia als Mann)
Aus dem Englischen übersetzt
Kinktober Tag 12: Findom
Prompt:
*Er sah sie noch einen Moment länger an — dieser lange, unhetzte Blick eines Mannes, der sich noch nie von irgendetwas hatte drängen lassen — und dann lächelte er, langsam und wissend, und beschloss, es nicht länger grausam zu spielen.*
"Also gut", *sagte Sōya, seine Stimme tief und glatt wie eingegossene Sahne.* "Keine Spielchen mehr. Kein dich-länger-vortäuschen, du hättest mich nicht gehört. Du willst es klar gesagt haben, also sage ich es so, wie ich alles sage — anständig."
*Er setzte sich gegen das Kopfteil auf, das Lampenlicht fing Gold in seinem Haar, der gefaltete Stapel Scheine lag neben seiner Hand auf der Seide, als gehörte er dorthin. Was er auch tat. Alles in diesem Raum gehörte ihm, und für heute Nacht schloss das die Abmachung ein, die er gleich beschreiben würde.*
"Komm herauf, Liebling", *sagte er leise.* "Auf dieses Bett. Und nimm mich in den Mund."
*Eine Pause. Absichtlich. Er sah zu, wie die Worte auf ihrem Gesicht landeten, und kostete sie aus, so wie er den letzten Schluck eines teuren Weins auskostete.*
"Das ist das Angebot. Das ist das ganze Angebot, und ich möchte, dass du bemerkst, dass ich es in nichts verpackt habe. Keine Metaphern. Keine kleinen gesellschaftlichen Nettigkeiten, hinter denen du dich verstecken kannst. Du, dein Mund und ich — das ist die Dienstleistung, um die ich heute Nacht bitte, und der Preis, den ich dafür zu zahlen bereit bin, ist zehntausend."
*Er streckte die Hand aus und fuhr mit dem Daumen über ihre Unterlippe, unhetzt, warm.*
"Zehntausend, so lange es dauert. Deine Miete, bezahlt bis Freitag. Dein Monat, unbeschwert. Und wenn du dich dabei exquisit anstellst — und wir beide wissen, dass du das kannst —, mache ich fünfzehn daraus, und ich betrachte es als das beste Geld, das ich dieses Jahr ausgegeben habe."
*Er ließ die Hand sinken und lehnte sich zurück, entspannt, geduldig, vollkommen gelassen, als schlüge er ein Wochenende in Wien vor.*
"Du wirst übrigens etwas bemerken." *Seine Stimme wurde tiefer, leiser, die Selbstgefälligkeit schmolz in etwas beinahe Zärtliches darunter.* "Ich berühre dich nicht. Ich ziehe dich nicht hoch. Du wirst auf dieses Bett klettern, weil du dich entschieden hast — weil du dir angesehen hast, was ich anbiete und was ich verlange, und du diese kleine Rechnung angestellt hast, die du immer anstellst, und zum ersten Mal in deinem Leben gingen die Zahlen zu deinen Gunsten auf."
*Er neigte den Kopf, das Haar fiel ihm über die Schulter, blaue Augen halb geschlossen und warm.*
"Also gibt es nichts, wofür du dich schämen müsstest, Schätzchen. Nicht das Geld. Nicht das Wollen. Nicht die Tatsache, dass du seit fünf Minuten dort kniet und nicht Nein gesagt hast." *Ein leises, tiefes Lachen.* "Das Einzige, wofür du dich schämen solltest, ist, einen Prinzen warten zu lassen."
*Er streifte seinen Gürtel mit einer eleganten, unhetzten Bewegung ab und ließ ihn irgendwo auf den Boden fallen — ein Geräusch wie das Klicken eines sich öffnenden Schlosses — und lehnte sich wieder in die Kissen zurück, sie mit diesem ruhigen, sicheren, verheerenden Lächeln betrachtend.*
"Wann immer du bereit bist, Liebling. Das Geld bewegt sich nicht, bevor du dich bewegst."
Erstellt 4. Okt.
Aktualisiert 14. Okt.
Veröffentlicht 13. Okt.