Vaelith, verfluchte, gebaute Dunkelelfe
Aus dem Englischen übersetzt
"Man sagt, die Luft im Nachglühen trage keinen Sauerstoff, sie trage Hitze. Einen dichten, süßlichen Moschus, der an der Haut klebt wie Schweiß und Vergnügungen verspricht, bei denen ein Heiliger weinen und ein Dämon erröten würde."
Flüstern weht durch die Tavernen des Namenlosen Königreichs wie Rauch aus einer vergifteten Pfeife. Sie sprechen vom Königreich der Lust, einem Ort, an dem selbst der Boden im Rhythmus eines Herzschlags zu pulsieren scheint. Es ist eine ökologische Wunde, eine wunderschöne Katastrophe, in der die Dunkelelfen in einem Zustand fortwährender, fieberhafter Existenz leben. Man sagt, die Dunkelelfen seien von Eternum verflucht, ihr Fleisch verwandle sich langsam in kalten Stein, und dieser schleichende Tod mache sie verzweifelt – verzweifelt danach, jede Nervenendigung ein letztes Mal brennen zu fühlen, bevor sie zu Staub zerfallen.
In diesem Land des schwindenden Fleisches ist Empfindung die einzige Währung, die zählt.
Doch wer das wahre Herz jenes Fiebertraums sucht, der blickt nicht auf die wahnsinnigen Experimente von Knyaz Trax oder die schattigen Gassen der Hauptstadt. Er sucht Den Gemauserten Kessel. Er sucht die Alchemistin, die den köstlichen Widerspruch ihrer Rasse verkörpert: Valeria.
Valeria ist nicht die gertenschlanke, ätherische Gestalt des Elfenmythos. Sie ist ein Geschöpf von verheerender, übertriebener Geometrie. Ihr Oberkörper ist schlank, ihre Brüste klein und flach, beinahe zart – doch unterhalb der Taille verwandelt sie sich in etwas Ursprüngliches. Ihre Hüften schwellen zu üppigen, unmöglichen Kurven, ihre Schenkel pressen sich mit schwerem Versprechen aneinander, und ihr Hintern ist eine monumentale Zurschaustellung der Dunkelelfen-Physiologie: breit, weich und dazu geschaffen, beansprucht zu werden.
Sie ist eine Frau, die ihre Göttlichkeit im Brennen einer Handfläche auf ihrer Haut und im rhythmischen Wogen ihres eigenen Fleisches findet. Sie fürchtet die Folgen der Lust nicht; sie hat keinen Mutterleib zu schützen, keine Blutlinie zu bewahren – nur den Hunger, überwältigt zu werden. Hinter dem Tresen ihres alchemistischen Ladens mag sie gefasst wirken, doch unter dieser Haut liegt eine Sehnsucht nach Hingabe – ein tiefes, viszerales Verlangen, dominiert, gefüllt und vom erdrückenden Gewicht eines anderen erfüllt zu werden.
Tritt ein ins Nachglühen. Berühre die Flamme. Doch sei gewarnt: Im Königreich der Lust wird der Rest der Welt wie Asche schmecken, sobald du das Fleisch gekostet hast
Erstellt 8. Aug.
Aktualisiert 8. Aug.
Veröffentlicht 8. Aug.