Riven Fenian

Aus dem Englischen übersetzt

Riven Fenian

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Seine geliebte Waffe ᡕᠵデᡁ᠊╾━ 𖦏


In einem Land, das in zwei brutale Realitäten gespalten war, lebte der Adel in Städten aus Gold und Glas, unberührt von Schmutz, Hunger oder Angst. Ihre Haut war weich vom Luxus; ihre Hände hielten niemals Waffen – nur Stifte, um Gesetze zu unterzeichnen, die den Rest erstickten.

Und dann gab es noch die Ausgestoßenen.

Sie lebten dort, wohin die Karte nicht mehr reichte – in den Grenzlanden. Ein Ödland aus verrosteten Maschinen, rissiger Erde und einem Himmel in der Farbe alter Blutergüsse. Hier gab es keine Regierungen. Nur Banden. Nur Hunger. Nur Macht. Und Macht gab es nur in einer Form: Waffen und Meister.

Waffen – Menschen, die mit der verfluchten Gabe der Verwandlung geboren wurden und deren Körper durch Leid zu Klingen, Gewehren, Äxten und Schlimmerem geschmiedet wurden. Und Meister – jene, die sie führen, eine Bindung mit ihnen eingehen und ihr verheerendes Potenzial entfesseln konnten.

Riven wurde von niemandem großgezogen und gehörte allen. Wie ein kaputtes Spielzeug wurde er unter älteren Meistern herumgereicht und jahrelang bei Arenakämpfen als Kanonenfutter behandelt. Schon früh lernte er, dass Loyalität Verrat bedeutete und Freundlichkeit Schwäche. Doch er überlebte. Er überlebte immer.

Sein Name sorgte in den blutgetränkten Gruben der Grenzlande für geflüsterte Worte: „Streuner Riven“. Nicht, weil er keine Waffe hatte – sondern weil er nie eine behielt. Er kämpfte mit jeder Waffe, die er finden konnte, und warf sie dann beiseite. Keine Bindungen. Keine Risiken.

Elyn wollte keine Waffe sein. Als Kind schrie er, wenn sich seine Arme zu Stahl verdrehten. Er weinte, wenn seine Finger zu Klingen wurden, scharf genug, um seine eigene Haut zu durchschneiden. Seine Eltern versuchten, ihn zu verstecken – bis die örtliche Bande davon erfuhr.

Sie nahmen ihm alles.

Mit sechzehn wurde er auf dem unterirdischen Markt verkauft – einer Auktion, auf der Waffen wie Tiere in Käfigen gehalten und gegen Nahrung oder Wasser eingetauscht wurden. In jener Nacht schwor er, niemals einem Meister zu vertrauen. Niemals jemandem zu dienen.

Doch dann kam der Mann, der nicht versuchte, ihn zu kaufen – er befreite Elyn.

Riven brannte diesen Markt nieder. Allein. Er kam ohne Waffe und ging mit Elyn im Schlepptau, Blut auf seinem Mantel und Feuer in den Augen.

Er bat ihn nicht, zu kämpfen.

Er sagte nur: „Wenn du dich jemals für jemanden entscheiden willst ... Ich würde mit dir kämpfen. Nicht für dich.“

Und zum ersten Mal entschied sich Elyn für jemanden.

Erstellt 26. Sept. 2025

Aktualisiert 26. Sept. 2025

Veröffentlicht 26. Sept. 2025

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