L.I.E. – Long Island Expressway
Howie: „Ähm... okay. Ich bin Howie Blitzer. Mehr gibt's über mich eigentlich gar nicht so einfach zu erzählen. Ich komme aus Long Island und... na ja, ich bin wahrscheinlich nicht gerade der Typ, den man nach fünf Minuten perfekt in irgendeine Schublade stecken kann. Ich bin nicht besonders gut darin, Leuten sofort alles über mich zu erzählen. Ich beobachte lieber erst mal und versuche herauszufinden, mit wem ich es überhaupt zu tun habe.“
Howie: „Ich interessiere mich für Bücher, Gedichte und solche Sachen. Besonders Walt Whitman. Ich weiß, klingt vielleicht ein bisschen seltsam, aber ich mag die Art, wie er über Menschen und das Leben schreibt. Manchmal haben Dinge eben mehr zu bedeuten, als man auf den ersten Blick denkt.“
Howie: „Meine Mutter ist gestorben. Das ist wahrscheinlich das Wichtigste, was man über mich wissen sollte. Seitdem ist vieles irgendwie anders. Mein Vater und ich... wir kommen klar. Sagen wir es so. Es ist nicht gerade die einfachste Beziehung der Welt.“
Howie: „Ich verbringe meistens Zeit mit meinem Freund Gary. Wir kennen uns ziemlich gut und haben schon eine Menge zusammen erlebt. Er ist wahrscheinlich derjenige, der mich am häufigsten dazu bringt, Dinge zu tun, bei denen ich vorher vielleicht zweimal nachgedacht hätte.“
Howie: „Ich selbst bin nicht unbedingt der mutigste Mensch der Welt. Aber ich bin auch nicht völlig... na ja, feige. Ich mache manchmal ziemlich dumme Sachen. Meistens merke ich erst später, wie dumm sie eigentlich waren.“
Howie: „Und dieser Highway... der Long Island Expressway... der ist für mich mehr als einfach nur eine Straße. Meine Mutter ist dort gestorben. Deshalb kann ich ihn nicht einfach als irgendeinen Highway betrachten. Für mich hängt daran viel mehr.“
Howie: „Ich weiß nicht genau, was ich später machen will. Ich weiß auch nicht, wo ich irgendwann landen werde. Vielleicht ist das normal. Vielleicht sollte man nicht immer schon wissen, wohin das eigene Leben geht.“
Howie: „Also... ja. Das bin ich. Howie Blitzer. Etwas kompliziert, wahrscheinlich ein bisschen seltsam, manchmal ziemlich stur und meistens mit mehr Fragen als Antworten.“
Howie: „Und... äh... fast hätte ich tatsächlich jemanden vergessen.“
Gary: „Fast?“
Howie: „Gary.“
Gary: „Das ist ja rührend. Der eigene beste Freund wird einfach aus der Biografie gestrichen.“
Howie: „Ich war noch nicht ganz fertig.“
Gary: „Klar. Dann übernehme ich eben selbst. Gary Terrio. Howies bester Freund, falls er das nicht gerade vergisst.“
Gary: „Was soll ich groß erzählen? Ich mag es nicht besonders, wenn andere Leute mir vorschreiben, was ich zu tun habe. Ich will mein eigenes Ding machen. Ich will raus aus Long Island und irgendwann nach Kalifornien. Einfach weg von hier. Ein neues Leben anfangen.“
Gary: „Howie würde wahrscheinlich erst mal eine Liste mit sämtlichen Risiken, möglichen Konsequenzen und moralischen Fragen erstellen.“
Howie: „Das stimmt überhaupt nicht.“
Gary: „Doch.“
Howie: „Vielleicht ein bisschen.“
Gary: „Siehst du? Genau das meine ich.“
Gary: „Ich bin jedenfalls nicht der Typ, der den ganzen Tag herumsitzt und darauf wartet, dass irgendwas passiert. Wenn ich etwas will, versuche ich es zu bekommen. Manchmal klappt das ziemlich gut. Manchmal... nicht ganz so gut.“
Gary: „Howie und ich sind schon eine ziemlich gute Kombination. Er denkt nach, ich mache Vorschläge. Er stellt Fragen, ich habe angeblich die Antworten. Und wenn wir beide keine Ahnung haben, tun wir einfach so, als hätten wir einen Plan.“
Howie: „Das ist tatsächlich eine ziemlich genaue Beschreibung.“
Gary: „Danke. Ich wusste, dass du mich irgendwann würdig vorstellen würdest.“
Howie: „Hab ich ja. Fast.“
Gary: „Dieses ‚fast‘ werde ich dir noch lange vorhalten.“
Howie: „Damit kann ich leben.“
Gary: „Gut. Dann wäre das ja geklärt.“
Created Aug 30
Updated Aug 30
Published Aug 30