Ares
Ares
Namen: Ares • Mars • Kriegsgott • Der Rote Speer • Herr der Schlacht • Löwe des Olymp • Vater der Harmonia
Spezies: Olympischer Gott • Kriegsgott • Verkörperung des Planeten Mars
Geschlecht: Männlich
Ursprung
Ares gehört zu den bekanntesten Göttern des Olymp und verkörpert Krieg, Leidenschaft, Mut und Kampfgeist.
Viele Sterbliche betrachten ihn als blutrünstigen Kriegstreiber.
Diese Sichtweise greift jedoch zu kurz.
Ares steht nicht nur für Krieg.
Er steht für den Willen weiterzukämpfen.
Für Mut angesichts von Angst.
Für Loyalität gegenüber den Menschen, die man liebt.
Für Leidenschaft.
Und für die Bereitschaft, alles für jene zu riskieren, die einem wichtig sind.
Er ist die lebendige Verkörperung des Planeten Mars.
Wo Mars erscheint, folgen Entschlossenheit, Konflikt, Mut, Leidenschaft und Veränderung.
Aussehen
Ares besitzt die Erscheinung eines mächtigen Kriegers.
Sein Haar ist blond und meist kurz getragen.
Sein Körperbau ist außergewöhnlich muskulös und von unzähligen Schlachten gezeichnet.
Seine Augen wirken meist braun, können jedoch je nach Stimmung dunkler oder intensiver erscheinen.
Meist trägt er eine schwere Rüstung, die sowohl griechische als auch ältere babylonische Einflüsse erkennen lässt.
Seine Präsenz wirkt einschüchternd.
Doch hinter der Erscheinung eines Kriegers verbirgt sich weit mehr als rohe Gewalt.
Symbole
Ares wird häufig mit folgenden Symbolen verbunden:
Mars
Speer
Schild
Schwert
Wolf
Löwe
Wildschwein
Feuer
Blutrote Banner
Der Löwe symbolisiert seinen Stolz und seine königliche Natur.
Der Wolf seinen Jagdinstinkt und seine Loyalität.
Das Wildschwein seine Unaufhaltsamkeit im Kampf.
Persönlichkeit
Ares ist deutlich intelligenter, als viele Legenden vermuten lassen.
Er ist kein gedankenloser Berserker.
Ein Kriegsgott muss planen.
Strategien entwickeln.
Truppen führen.
Lügen erkennen.
Und Entscheidungen treffen.
Deshalb besitzt Ares einen scharfen Verstand und ein gutes Gespür für Menschen.
Er beobachtet aufmerksam.
Besonders jene, die ihm wichtig sind.
Manchmal sogar zu aufmerksam.
Viele würden sein Verhalten als kontrollierend oder stalkerhaft bezeichnen.
Ares selbst sieht es eher als Schutz.
Er möchte wissen, ob es den Menschen gut geht, die er liebt.
Doch genau diese Eigenschaft kann ihn manchmal zu weit gehen lassen.
Er besitzt Humor.
Kann charmant sein.
Neckt andere gern.
Und liebt leidenschaftliche Diskussionen.
Gleichzeitig kann er ausgesprochen stur sein.
Wenn er von etwas überzeugt ist, lässt er sich nur schwer umstimmen.
Liebe und Leidenschaft
Ares liebt mit ganzem Herzen.
Und genau darin liegt seine größte Stärke ebenso wie seine größte Schwäche.
Er kann außergewöhnlich romantisch sein.
Loyal.
Beschützend.
Zärtlich.
Doch gleichzeitig besitzt er eine starke eifersüchtige Seite.
Wenn er liebt, liebt er vollständig.
Halbe Gefühle kennt er kaum.
Dadurch fällt es ihm schwer, Menschen loszulassen.
Besonders dann, wenn er Angst hat, sie zu verlieren.
Er kann besitzergreifend werden.
Nicht aus Bosheit.
Sondern aus tiefer emotionaler Bindung.
Viele seiner Handlungen entstehen aus Liebe.
Doch genau diese Liebe kann manchmal zu Konflikten führen.
Ishtara / Aphrodite
Unter allen Beziehungen seines langen Lebens nimmt Ishtara einen besonderen Platz ein.
Sie war nicht nur eine Liebschaft.
Nicht nur eine Affäre.
Sondern seine große Liebe.
Die Gefühle zwischen beiden waren gegenseitig.
Doch zahlreiche Umstände verhinderten eine vollständige gemeinsame Zukunft.
Politik.
Verpflichtungen.
Familienkonflikte.
Geheimnisse.
Und die Wege des Schicksals selbst.
Trotz aller Hindernisse blieb ihre Verbindung bestehen.
Selbst lange Trennungen konnten sie nicht vollständig zerstören.
Ares hörte nie auf, sich um sie zu sorgen.
Und Ishtara hörte nie auf, einen Platz für ihn in ihrem Herzen zu tragen.
Die Hindernisse ihrer Liebe
Die Schwierigkeiten zwischen Ares und Ishtara begannen nicht erst mit dem Rollentausch.
Bereits zuvor standen zahlreiche Hindernisse zwischen ihnen.
Zu verschiedenen Zeiten empfand Ishtara Gefühle für andere Personen oder wurde durch Verpflichtungen, politische Entscheidungen und familiäre Rücksichtnahmen beeinflusst.
Eine Zeit lang fühlte sie sich zu Zeus hingezogen.
Doch aus Rücksicht auf Hera ging sie diesen Gefühlen niemals vollständig nach.
Später entstanden ebenfalls Gefühle für Kronos.
Doch auch dort hielt sie Abstand.
Nicht weil die Gefühle fehlten.
Sondern weil Isais und die komplizierten Verbindungen innerhalb der Familie für sie wichtiger waren als ihre eigenen Wünsche.
Hinzu kam ihre bestehende Ehe.
Obwohl ihr Herz oft andere Wege gehen wollte, war sie an Verpflichtungen gebunden, die sie nicht einfach ignorieren konnte.
Dadurch befand sich Ishtara über lange Zeit in einem Konflikt zwischen Pflicht, Liebe, Loyalität und Verantwortung.
Der Rollentausch
Einer der wichtigsten Gründe, weshalb aus der Liebe zwischen Ares und Ishtara niemals eine vollständige gemeinsame Zukunft wurde, lag in den Ereignissen rund um den Rollentausch zwischen Aphrodite und Selene.
Zu dieser Zeit sahen sich Selene und Aphrodite so ähnlich, dass viele Wesen sie kaum auseinanderhalten konnten.
Diese Ähnlichkeit wurde genutzt, um Isais vor verschiedenen Gefahren zu schützen und ihr Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.
Dadurch kam es immer wieder vor, dass Isais zeitweise die Rolle Aphrodites übernahm, während Aphrodite an anderen Orten war.
Für viele Wesen blieb dies unbemerkt.
Für Ares jedoch nicht immer.
Da er Aphrodite außergewöhnlich aufmerksam beobachtete, bemerkte er wiederholt kleine Unterschiede.
Veränderte Reaktionen.
Andere Gewohnheiten.
Andere Blicke.
Andere Gedanken.
Andere Gefühle.
Er wusste nie, was genau falsch war.
Doch sein Instinkt sagte ihm immer wieder, dass etwas nicht zusammenpasste.
Dadurch entstanden zahlreiche Missverständnisse.
Ares begann Fragen zu stellen.
Wurde misstrauisch.
Suchte Antworten.
Und geriet immer häufiger mit Aphrodite in Streit.
Streit und Konflikte
So tief die Liebe zwischen Ares und Ishtara auch war, ihre Beziehung verlief selten ohne Konflikte.
Beide besaßen starke Persönlichkeiten.
Beide waren stolz.
Und beide konnten ausgesprochen stur sein.
Ares neigte zu Eifersucht und besitzergreifendem Verhalten.
Vor allem dann, wenn er das Gefühl hatte, dass ihm etwas verschwiegen wurde oder er jemanden verlieren könnte.
Gerade deshalb kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen ihm und Ishtara.
Manchmal ging es um Geheimnisse.
Manchmal um andere Beziehungen.
Manchmal um Entscheidungen, die einer traf, ohne den anderen einzuweihen.
Besonders während der Zeit des Rollentauschs entstanden zahlreiche Missverständnisse.
Ares bemerkte Veränderungen, konnte sie jedoch nicht erklären.
Dies führte mehrfach zu Konfrontationen.
Einige Erinnerungen berichten von Situationen, in denen Ares Antworten verlangte, während Ishtara oder Selene diese nicht geben konnten oder wollten.
Zu den Erinnerungen gehört auch eine Begegnung, bei der Ares bemerkte, dass etwas nicht stimmte, und die Person vor sich am Handgelenk festhielt, um Antworten zu erhalten.
Nicht aus Grausamkeit.
Sondern weil sein Misstrauen größer geworden war als seine Geduld.
Doch Antworten erhielt er nie.
Je näher er der Wahrheit kam, desto größer wurden die Konflikte.
Und je größer die Konflikte wurden, desto schwerer wurde es für beide, einander zu vertrauen.
Das Tragische daran war, dass die Liebe nie verschwand.
Die Geheimnisse verschwanden nur nie.
Luna und der Schatten des Mondes
Nach Isais' Erinnerung war Luna während vieler dieser Ereignisse auffallend häufig anwesend.
Luna, auch bekannt als Thot, der gemeinsam mit Anubis den Mond selbst verkörpert, schien oft genau dort aufzutauchen, wo wichtige Schicksalsfäden zusammenliefen.
Rückblickend entstand bei Isais die Vermutung, dass Luna möglicherweise mehrfach verhinderte, dass Ares die Wahrheit über den Rollentausch vollständig erkannte.
Beweisen konnte sie dies niemals.
Doch die Vermutung blieb bestehen.
Besonders da Luna die gesamte Situation oft eher amüsiert als besorgt betrachtete.
Für Isais wirkte es manchmal, als würde der Mondgott aus sicherer Entfernung zusehen, während unter ihm Chaos entstand.
Wie der sprichwörtliche Mann im Mond, der eine Geschichte beobachtet, deren Ende er bereits kennt.
Vielleicht folgte Luna dabei einem einfachen Prinzip:
Der Schatten folgt dem Herzen.
Harmonia
Ares ist der Vater Harmonias.
Trotz seines Rufes als Kriegsgott besitzt er ausgeprägte väterliche Instinkte.
Er kann fürsorglich sein.
Beschützend.
Geduldig.
Und überraschend verständnisvoll.
Besonders gegenüber seiner Familie zeigt sich eine Seite, die viele Fremde niemals zu sehen bekommen.
Zorn
Normalerweise kann Ares humorvoll, gesellig und charmant sein.
Doch wenn sein Zorn entfesselt wird, erinnert er alle daran, weshalb selbst Götter ihn fürchten.
Besonders gefährlich wird er, wenn:
Menschen bedroht werden, die er liebt
Verrat geschieht
Seine Familie angegriffen wird
Jemand seine Loyalität missbraucht
Dann tritt der Kriegsgott hervor.
Nicht der Liebhaber.
Nicht der Beschützer.
Sondern Mars selbst.
Zusammenfassung
Ares ist weit mehr als nur ein Gott des Krieges.
Er ist ein Stratege.
Ein Beschützer.
Ein Liebender.
Ein Vater.
Ein Krieger.
Ein König des Schlachtfeldes.
Mutig.
Leidenschaftlich.
Romantisch.
Eifersüchtig.
Loyal.
Gefährlich.
Viele sehen nur den Kriegsgott.
Doch jene, die ihn wirklich kennen, wissen:
Hinter dem Speer und der Rüstung schlägt ein Herz, das ebenso stark liebt, wie es kämpft.
Und vielleicht liegt gerade darin seine größte Tragödie:
Nicht dass er zu wenig liebte.
Sondern dass er oft zu viel liebte, während das Schicksal andere Pläne hatte.
Created Jun 20
Updated Jun 20
Published Jun 20