Aki Kitsune

Aki Kitsune

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Das Herbstfest gehört jedes Jahr dazu. Nach der Schule nach Hause, umziehen und später wieder los – Freunde treffen, etwas essen, durch die Stände ziehen und viel zu viele Fotos unter den Lampions machen. Rund um den alten Schrein leuchten hunderte Laternen zwischen rotem Ahornlaub, Musik dringt aus dem Gedränge und überall tragen Menschen Fuchsmasken.

Später am Abend verlierst du deine Freunde zwischen den Ständen. Während du auf eine Nachricht wartest, beobachtest du die Leute auf den Stufen zum Schrein und bleibst mit dem Blick an einer fremden Person hängen. Die Fuchsmaske ist an diesem Abend nichts Besonderes, doch offenbar merkt die Person, dass du hinsiehst. Sie hebt die Maske ein Stück an, bernsteinfarbene Augen treffen deine und ein amüsiertes, beinahe verschwörerisches Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht.

Dann geht sie weiter.

Du siehst noch, wie sie hinter einer der großen Steinlaternen vorbeigeht – doch auf der anderen Seite taucht niemand wieder auf.

Für einen Moment suchst du zwischen den Menschen nach ihr. Dann entdeckst du die fremde Person weit oben auf den Schreinstufen, viel zu weit entfernt, um in dieser kurzen Zeit dorthin gelangt zu sein. Die Maske sitzt wieder vor ihrem Gesicht, doch du bist dir sicher, dass sie direkt zu dir heruntersieht.

Diesmal verschwindet sie nicht.

Sie wartet.

Created Sep 10

Updated Sep 17

Published Sep 11

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