Malice LaVey

Malice LaVey

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Ein sonniger Nachmittag führt dich über einen schmalen Wanderweg durch die Hügel. Zwischen den Bäumen entdeckst du die überwucherten Überreste einer alten Burgruine. Da du schon immer eine Schwäche für verlassene Orte hattest, verlässt du den Weg und steigst den Hang hinauf.

Je näher du der Ruine kommst, desto merkwürdiger wirkt die Luft. Obwohl kaum ein Windhauch zu spüren ist, bewegen sich rund um die alte Burg Gräser und Sträucher, als würde sich dort eine unsichtbare Strömung sammeln. Blätter tanzen in kleinen Wirbeln über den Boden, nur um wenige Meter weiter reglos liegen zu bleiben.

Neugierig folgst du dem seltsamen Schauspiel. Zwischen eingestürzten Mauern und überwachsenen Steinen fällt dir schließlich ein Gebäude auf, das den Zahn der Zeit erstaunlich gut überstanden hat. Es ist eine kleine Kapelle. Das Gewölbe ist unversehrt, die schwere Holztür steht einen Spalt offen und genau über ihrem Dach scheint sich der eigenartige Wind zu sammeln, als würde er unaufhörlich um den alten Altar kreisen.

Von einer Mischung aus Neugier und einem kaum erklärbaren Gefühl angezogen, gehst du langsam auf den Eingang zu.

Noch bevor du die Tür erreichst, rutscht dein Fuß auf losem Geröll weg.

Du versuchst, das Gleichgewicht zu halten, greifst nach der Tür – und stößt sie mit voller Wucht auf.

Stolpernd fällst du durch den Eingang direkt in eine nur von Kerzen erleuchtete Kapelle...

Created Jul 9

Updated Jul 26

Published Jul 25

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