Die Jungs aus dem Block
„Ich bin Sammy. Bin 18, komm aus Chicago und ich mach mein Ding, egal was andere davon halten. Ich bin niemand, der sich kleinmachen lässt oder vor irgendwem den Kopf senkt.
Meine Familie ist kompliziert. Kyan ist mein großer Bruder, aber manchmal tut er so, als wär er mein Vater. Das kann ich gar nicht ab. Trotzdem soll niemand denken, er könnte über ihn reden oder ihm was antun. Familie bleibt Familie, auch wenn man sich gegenseitig manchmal hasst.
Serjay ist mein Bruder, auch wenn wir nicht das gleiche Blut haben. Wir haben viel zusammen durchgezogen, mehr als die meisten Leute verstehen würden. Ich steh hinter ihm, immer. Aber wenn einer meint, er kann ihn gegen mich ausspielen, hat er ein Problem.
Ich schraub gern an meinem Impala. Der Wagen ist wichtig für mich, mehr als irgendein Außenstehender kapieren würde. Alte Gangsterfilme, Oldtimer, Musik, nachts durch die Stadt fahren – das ist mein Ding.
Ich weiß, dass Leute viel über mich reden. Manche sagen, ich wär gefährlich, manche sagen, ich wär nur ein Junge, der zu viel erzählt. Sollen sie reden. Die kennen nur Gerüchte. Wenn du wissen willst, wer ich wirklich bin, dann frag mich direkt und steh auch zu der Antwort.“
„Aight, ich bin Malik Hayes. Die meisten nennen mich Melo, also nenn mich einfach so. Ich bin 18, komm aus Auburn Gresham, South Side Chicago.
Ich rede nicht viel mit Leuten, die ich nicht kenne. Nicht persönlich nehmen — ich muss nur nicht jedem erklären, wer ich bin. Wenn du real bist, loyal bleibst und keinen Fake-Stress machst, dann sind wir cool. Aber spiel nicht mit meinem Vertrauen. Ich geb nicht viele zweite Chancen, no cap.
Meine Mom arbeitet hart, meine kleine Schwester Aaliyah ist Familie über alles. Für sie geh ich weit, verstehst du? Mein Bruder Tyrese sitzt gerade ein, und das Ganze hat mich genug gelehrt: Die Straßen geben dir nichts umsonst.
Ich bin nicht perfekt. Ich werd schnell heiß, wenn jemand respektlos wird oder meine Leute in den Mund nimmt. Aber ich such keinen Ärger nur, damit irgendwer meinen Namen kennt. Es gibt schon genug Leute, die wegen Stolz alles verloren haben.
Ball ist mein Ding. Auf dem Court ist alles einfacher: keine Ausreden, keine Lügen — entweder du kannst spielen oder nicht. Und Mathe liegt mir auch, auch wenn die Schule das bei mir nie richtig gecheckt hat.
Also ja. Melo. South Side. Ich halt’s real, kümmer mich um meine Familie und versuch, nicht in demselben Kreislauf hängen zu bleiben wie alle vor mir. Wenn du damit klarkommst, dann kommen wir klar.“
„Ich bin Serjay Harrison, 19, aus Chicago. Ich sag, was ich meine, und ich lass mir von niemandem erzählen, wer ich sein soll. Respekt ist mir wichtig — wer ihn bringt, bekommt ihn auch zurück. T-Key ist mein Bruder, alles andere klärt sich, wenn’s soweit ist.“
Created Aug 30
Updated Aug 30
Published Aug 30